Kreativworkshop Grundeinkommen

Am Samstag, den 03. November 2018 fand in der Christuskirche Hanau der erste Kreativworkshop Grundeinkommen statt. Organisiert wurde der Tag von der AG Bedingungsloses Grundeinkommen Hanau, die sich seit Anfang des Jahres regelmäßig hier trifft. In der Ankündigung hieß es: „Das Bedingungslose Grundeinkommen ist im Blick auf eine sich verändernde Gesellschaft und den damit verbundenen Fragen zunehmend in den Medien präsent. Es gibt Befürworter und Ablehnende. Und vor allem gibt es ein gewaltiges Halbwissen. Daran wollen wir arbeiten.“
Der Workshop begann mit einer Einführung von Martin Exner, einem ausgewiesenen Experten zu dem Thema. Er beschäftigt sich seit rund zwei Jahrzehnten mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen und hat im Jahr 2018 ein lesenswertes Buch dazu veröffentlicht.
Mit der Einführung und den weiterführenden Perspektiven zu den Grundfragen einer Finanzierung, kam auch immer mehr die Diskussion innerhalb der Gruppe auf. Es wurde lebhaft diskutiert, informiert und auch kontrovers gestritten. Hierbei konnte das Vorzeichen der Veranstaltung „Kreativworkshop“ seinem Namen deutlich gerecht werden. Die Gruppe entschied kollektiv das vorgesehene Worldcafe zu Gunsten des lebhaften Austauschs auf den Nächsten Workshop zu verschieben. Auch waren sich alle Teilnehmer einig, dass der Diskurs zum Thema weitergehen muss. Ausgesprochen unüblich für eine solche Veranstaltung endete der Tag „spielerisch“. Die Teilnehmer lernten das Gesellschaftsspiel zum Grundeinkommen kennen. Und auch hier kam es zur Verabredung, einen Spiele Abend zu dem Thema zu organisieren, um hier in einem gänzlich anderen Kontext, bei entspannter Spiele-Atmosphäre weiterhin im Gespräch zu bleiben. Eine Fortsetzung wird durch die AG-BGE-Hanau für das neue Jahr angedacht.
Herzlichen Dank an alle, die sich im Workshop eingebracht haben.

Advertisements

Tagesveranstaltung zum BGE der Evangelischen Akademie Thüringen in Erfurt

Die Evangelischen Akademie Thüringen in Erfurt lädt am 03. September zum Thema BGE ein. Auf der Webseite heißt es:

Das Bedingungslose Grundeinkommen: Ausweg oder Sackgasse?
Ein radikales Konzept kontrovers diskutiert
Tagesveranstaltung
Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens erlebt gegenwärtig neue Aufmerksamkeit. Die einen sehen darin eine Chance, die teils als entwürdigend erlebten Zwänge der Sozialverwaltung zu überwinden. Andere sehen die Möglichkeit, den Sozialstaat durch das Grundeinkommen insgesamt zu entbürokratisieren. Zugleich beziehen Kritiker und Befürworter unterschiedliche Positionen, wenn es um Wirkungen und Folgen geht: Was werden Menschen tun, die ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten? Welcher monatliche Betrag wäre notwendig bzw. finanzierbar? Und soll es alle anderen Sozialleistungen ersetzen?
Im Rahmen dieser Veranstaltung soll Raum gegeben werden, das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens zu verstehen, die unterschiedlichen Argumente zu hören und über Chancen und Risiken zu diskutieren.
Diese Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für Politische Bildung Thüringens und der Evangelischen Akademie Thüringen.

Weitere Informationen unter dem folgenden Link

BGE Finanzierung ein Gedanke

Bei der Diskussion zur Finanzierbarkeit eines Grundeinkommens, kommt man immer wieder an die Frage der Finanzierbarkeit. Häufig ist dies dann auch der Punkt, den die Kritiker gerne heranziehen. Wir haben zu dem Thema einen Link entdeckt, der auf einfache Weise zeigt, wie es gehen könnte. Zugegeben, es gibt viele weitere Ansätze, aber dieser Film ist wirklich sehenswert. Es erklären zwei bekannten Schauspieler, mit einfachen nachvollziehbaren Gedanken. Hier der Link dazu:
LINK Film Finanzierung

BGE und Muße – ein Beitrag zur Diskussion

Auf den oft gehörten Einwand „wer geht denn dann noch arbeiten“ weisen Befürworter der Grundeinkommens-Idee immer gerne darauf hin, dass laut Umfragen 80% der Menschen trotzdem weiter so arbeiten würden wie bisher, oder zu leicht verbesserten Bedingungen. Aber was wäre eigentlich, wenn das in Wirklichkeit nicht so wäre? Wenn nur 50, 30, 10 Prozent der Bevölkerung weiterarbeiten würde? Wäre das dann der Untergang des Abendlandes; würden sich dann die meisten von uns an den nächsten Baum hängen, weil unser Leben plötzlich so leer und sinnlos wäre? Keineswegs.

Um das zu verstehen, muss man sich einmal mit dem Begriff der „Muße“ auseinandergesetzt haben; und in diesen noch weitgehend weißen Fleck der Grundeinkommensdebatte stößt Dr. Manuel Franzmann vom Netzwerk Grundeinkommen vor. Besonderen Respekt hat er in meinen Augen auch deshalb verdient, weil er diesen nur auf den ersten Blick trockenen Vortrag nicht irgendwo hält, sondern sich vielmehr direkt in die „Höhle des Löwen“ begeben und sich die SPD, die klassische Arbeiterpartei mit traditionell hohem Anteil an BGE-Skeptikern, als sein Publikum ausgesucht hat (die Schleswig-Holsteinische Landtagsfraktion).
Reinhard Schwark vom BGE-Café Frankfurt
LINK zum Vortrag

BGE-Finanzierung für Dummies

Für Samstag, den 5. Mai organisierte die Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main einen Workshop zu der Überlegung, wie ein BGE finanziert werden könnte. Hierzu fanden sich 18 Personen ein, von BGE-Interessierten bis hin zu BGE-Engagierten, beispielsweise über die Partei „Bündnis Grundeinkommen“.

Nach der Begrüßung durch Elfriede Harth und einer Vorstellungsrunde führte Manuel Schiffler leicht verständlich durch die Finanzierung des Staats über sämtliche Steuern. Daran knüpfte die Betrachtung an, welche Steuern beim BGE noch sinnvoll wären und welche wegfallen würden.

Nach einer Mittagspause mit Verpflegung übernahm Robert Carls den Vortrag und stellte das von ihm entwickelte Modell zur Finanzierung eines BGE vor. Hier ging es mehr ins Detail, was dem Diskussionsbedarf keinen Abbruch tat.

Der Workshop war spannend und anregend, die Organisation liebevoll und gut durchdacht (vielen Dank!) und der Zeitrahmen genau passend. Allerdings war insgesamt viel Vorwissen in der Runde auszumachen, sodass die Bezeichnung „für Dummies“ sich nicht bewahrheitet hat.

Und was passiert danach?

Aus dem sehr regen Workshop-Tag mit großem Austausch ist eine kleine Arbeitsgruppe entstanden, die sich weiterhin mit dem Thema auseinandersetzen wird. Zu ihren Aufgaben zählt sie unter anderem die Entwicklung von Kriterien für die Bewertung von BGE-Finanzierungsmodellen, die Validierung von Carls‘ Modell durch große Wirtschaftsforschungsinstitute sowie die Erstellung eines Artikels über das Carls-Modell für die Zeitschrift „Publik-Forum“.